Bonn: Eine-Welt-Nachrichten Juli 2009

(Bonner Presseblog) – Bonn: Es tut sich etwas beim Klimaschutz.

Das US-Repräsentantenhaus in Washington hat am 26. Juni 2009 ein als historisch eingestuftes Klimaschutzgesetz verabschiedet, das in den USA erstmals bindende Obergrenzen für den Ausstoß von Kohlendioxid festsetzt. Mit einer knappen Mehrheit von 222 zu 219 Stimmen stimmten die Abgeordneten den Plänen von US-Präsident Barack Obama zu, die Kohlendioxid-Emissionen bis zum Jahr 2020 um 17 Prozent – gemessen an 2005 – zu reduzieren. Und auch die acht führenden Industrienationen und acht weitere große Volkswirtschaften wie China und Indien sind sich auf dem jüngsten G8-Gipfel im italienischen L’Aquila im Kampf gegen den Klimawandel zumindest ein Stück näher gekommen. Es gab zwar keine Einigung auf präzise Klimaschutzziele, allerdings verpflichten sich die Staatengruppen darauf, die Erderwärmung in diesem Jahrhundert im Vergleich zum Beginn des Industriezeitalters auf zwei Grad Celsius zu begrenzen.

Bis zur großen UN-Klimakonferenz im Dezember in Kopenhagen bleibt allerdings noch viel zu tun, zumal der US-Senat im Herbst dem Klimaschutzgesetz in den USA noch zustimmen muss. Und auch die Schwellenländer müssen sich noch bewegen, damit Ende des Jahres 2009 ein neues und effektives Weltklimaabkommen verabschiedet werden kann.

In den heutigen Eine Welt Nachrichten finden Sie folgende Rubriken:

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Wettbewerbe
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Kontakt und Hinweise

Veranstaltungen nur noch online unter service-eine-welt.de/veranstaltung/Veranstaltungen.html

Über uns

Verlängerung des Hauptstadtwettbewerbs
Der Endspurt im Wettbewerb „Hauptstadt des Fairen Handels 2009“ läuft: Damit Sie auch noch auf „den letzten Drücker“ eine gute Bewerbung einreichen können, haben wir die Frist nun auf den 24. Juli 2009 verlängert. Mitmachen lohnt!

Kontakt: SKEW, Michael Marwede, Fon 0228/4460-1632, Fax 0228/4460-1601, michael.marwede@inwent.org, www.service-eine-welt.de/hauptstadtfh/hauptstadtfh-wettbewerb2009.html

Eintrittskarten für Preisverleihung des Hauptstadtwettbewerbs
Sie möchten am 16. September 2009, von 12 bis 14 Uhr in Düsseldorf dabei sein, wenn die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und Schirmherrin Heidemarie Wieczorek-Zeul die Preisträger des diesjährigen Wettbewerbs „Hauptstadt des Fairen Handels 2009“ verkündet? Dann melden Sie sich bitte unbedingt an. Sie erhalten dann eine Eintrittskarte zum Einlass. Die Teilnahme ist kostenlos.

Anmeldung: SKEW, Claudia Leuschner, Fon 0228/4460-1630, Fax 0228/4460-1601, claudia.leuschner@inwent.org, www.service-eine-welt.de/hauptstadtfh/hauptstadtfh-wettbewerb2009.html

Herausforderung Klimawandel
Die 11. Bundeskonferenz der Kommunen und Initiativen setzte sich Mitte Juni für drei Tage mit Fragen des Klimawandels auseinander. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, welche Handlungsmöglichkeiten Kommunen und Nichtregierungsorganisationen vor Ort haben. Gegenüber den vorhergehenden Bundeskonferenzen gab es mit 100 Anmeldungen weniger TeilnehmerInnen als früher, was an den vielen Konferenzen in diesem Jahr rund um den Klimawandel als Thematik gelegen haben kann. Inhaltlich aber ging es sehr stark um den Dialog. Durch viel Zeit für Netzwerkarbeit und Gespräche wurden die TeilnehmerInnen in den Mittelpunkt der Konferenz gestellt. Gänzlich verzichtet wurde auf Arbeitsgruppen im klassischen Sinne. Flankiert von wichtigen Vorträgen zur Rolle der Kommunen, zum Beispiel überzeugend durch den Gastgeber München, Oberbürgermeister Christian Ude, oder durch Ministerialrat Hans-Dietrich Lehmann vom Bundesentwicklungshilfeministerium, machten aber Podiumsdialoge und die Dialoge der TeilnehmerInnen mit den Referenten den Charme und die Besonderheit der Konferenz aus. Immerhin haben 33 Prozent der TeilnehmerInnen eine Rückmeldung abgegeben und insgesamt der Konferenz eine 1,8 als Note gegeben. Die TeilnehmerInnen wissen nun mehr voneinander und auch mehr davon, was „heiße Bienen“ sind. Eine Dokumentation zur Konferenz folgt.

Kontakt: SKEW, Michael Marwede, Fon 0228/4460-1632, Fax 0228/4460-1601, michael.marwede@inwent.org, www.service-eine-welt.de/bundeskonferenzen/bundeskonferenzen-start.html

Film über die Bundeskonferenz der Kommunen und Initiativen
Über die 11. Bundeskonferenz der Kommunen und Initiativen, die vom 18. bis 20. Juni 2009 unter dem Titel „Herausforderung: Klimawandel“ in der bayerischen Landeshauptstadt München stattfand, gibt es einen Film. Erstmals in der Geschichte der Bundeskonferenzen stellt dieser dar, was auch besonders in München gewesen ist: Dialog. Werfen Sie einen Blick in die 6:21 Minuten des Films und vollziehen Sie nach, was in München passierte. Der Film ist sicherlich auch dann hilfreich, wenn Sie Personen das Konzept der Bundeskonferenz erläutern möchten – er wirbt und wirkt!

Kontakt: SKEW, Michael Marwede, Fon 0228/4460-1632, Fax 0228/4460-1601, michael.marwede@inwent.org, www.service-eine-welt.de/bundeskonferenzen/bundeskonferenzen-video.html

Termin-Nachlese

01.07.2009, Berlin

Diskussion zum Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin
Die Stiftung Nord Süd Brücken, das Berliner Entwicklungspolitische Bildungs- und Informationszentrum e. V. (EPIZ), der Berliner entwicklungspolitische Ratschlag e. V. (BER) und der World University Service hatten zur Diskussion ins Haus der Demokratie eingeladen. Thema war der Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz zur Entwicklungspolitik „Zukunftsfähigkeit sichern – Entwicklungspolitik in gemeinsamer Verantwortung von Bund, Ländern und Kommunen“ und seine Umsetzung in Berlin. Der Vertreter des Berliner Senats kam mit den einladenden Nichtregierungsorganisationen überein, dass der politische Wert des Beschlusses darin liege, dass er Entwicklungspolitik klar als eine Aufgabe der Länder statuiere und damit die Länderregierungen binde. Durch die explizite Benennung von acht Kernkompetenzen der Länder werde auch die beamtenrechtliche Frage nach der Zuständigkeit in den betroffenen Ministerien deutlich bejaht. Unterschiedlicher Auffassung waren der Landesvertreter und die Nichtregierungsorganisationen jedoch in Bezug auf weitere praktische Konsequenzen des Beschlusses. Statt eines „Weiter So“ in Berlin wünschten sich die Organisationen eine deutliche Steigerung des Engagements der Stadt, die ihre Mittel für Projektaktivitäten und NRO-Unterstützung seit 2000 um mehr als die Hälfte abgebaut hätte. Zwei konkrete Vorschläge wurden an Berlin adressiert: Erstens solle ein Runder Tisch beteiligter Stakeholder zur Erstellung eines Planes für die Umsetzung des Beschlusses einberufen werden. Zweitens solle das Land Berlin in jährlichen Bilanzen über den Stand der Umsetzung eines solchen Planes Rechenschaft ablegen. Der Senatsvertreter gab zu verstehen, dass man gemeinsam weiter zu diesen Vorschlägen beraten müsse.

Kontakt: SKEW, Ulrich Held, Fon 030/39906404, ulrich.held@inwent.org, www.ber-ev.de/?module=vk,viewitem,376

05.06. bis 07.06.2009, Oldenburg

Partnerschaftstreffen zu den Millennium-Entwicklungszielen
Das Büro für internationale Beziehungen der Stadt Oldenburg hat mit lokalen Akteuren ein Treffen zum Thema „Kommunale Entwicklungszusammenarbeit im Kontext lokaler Bürgernetzwerke und/oder Lokaler Agenda Gruppen für eine nachhaltige Stadtentwicklung“ organisiert und dazu Gleichgesinnte aus Oldenburgs Partnerstädten eingeladen. Bereits im Mai 2008 hatte Oldenburgs Oberbürgermeister während des ersten internationalen Städtepartnerschaftstreffens in seiner Stadt die Millenniumserklärung des Deutschen Städtetages unterzeichnet und in Anwesenheit seiner Kollegen aus den Partnerstädten – von denen zwei die Millenniumserklärung bereits unterzeichnet hatten – im Namen seiner Stadt erklärt, sich für deren Erreichen einzusetzen. Die Veranstaltungsreihe „Schöne Aussichten?!“ bot die Möglichkeit, die diesbezüglichen Aktivitäten von Oldenburg und seinen BürgerInnen vorzustellen. Mit der Einladung an die Partnerstädte war zudem der europäische Kontext geschaffen für eine Diskussion darüber, welche Verantwortung und Handlungsmöglichkeiten eine kommunale Gemeinschaft für eine nachhaltige Zukunftsentwicklung hat. In Gesprächsforen, bei Workshops, Exkursionen und Präsentationen diskutierten etwa 100 TeilnehmerInnen über das Engagement ihrer Kommunen für Klima- und Ressourcenschutz sowie über fairen Handel und regionale Vermarktungsstrategien, und sie lernten Oldenburger Initiativen vor Ort kennen. Diese Begegnungen vertieften nicht nur die Beziehungen zwischen den Partnerstädten, sondern boten allen Beteiligten die Chance, im Vergleich mit dem Engagement der jeweils anderen Kommunen die eigene Position im Einsatz für die Millenniumsziele zu bestimmen. Ergänzt wurden diese direkten Bürgerkontakte durch Präsentationen unabhängiger Experten: Peter Defranceschi von Local Governments for Sustainability (ICLEI) referierte zu fairen Richtlinien für öffentliche Ausschreibungen und Kathrin Bremer von TransFair stellte die deutsche Kampagne „Fairtrade Towns“ und die Kriterien für diese international renommierte Auszeichnung vor.

Kontakt: Paula von Sydow, Stadt Oldenburg, Büro für internationale Beziehungen, Industriestraße 1, 26121 Oldenburg, bib@stadt-oldenburg.de, www.oldenburg.de/bib-aktuelles

Materialien & Medien

Planspiel zur internationalen Umweltpolitik für Jugendliche
Klimawandel, Wasserknappheit und Erhalt der biologischen Vielfalt gehören zu den ökologischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Auf internationaler Ebene arbeiten die Vereinten Nationen mit ihrem Umweltprogramm UNEP Lösungsstrategien für globale Umweltprobleme. Um Jugendliche für globale Umweltschutzziele zu sensibilisieren, sie an die internationale Ebene der politischen Weichenstellung heranzuführen und ihnen deren Auswirkungen auf lokaler Ebene zu verdeutlichen, haben die Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW und der Wissenschaftsladen Bonn das Planspiel „United Nations Environment Programme (UNEP) – Internationale Umweltpolitik hautnah erleben“ entwickelt. Im Planspiel schlüpfen die Jugendlichen dabei in die Rollen von UN-Delegierten: Sie simulieren internationale Diskussionen, Entscheidungs- und Lösungsfindungen, debattieren etwa über Themenbereiche des Klimaschutzes und verabschieden Resolutionen zum globalen Umweltschutz. An dem Planspiel können sich 40 Schulen, Jugendparlamente oder andere Jugendgruppen kostenlos beteiligen. Bewerbungen sind spätestens bis zum 31. August 2009 möglich.

Kontakt: Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e. V., Sarah Gasser, Deutsche Str. 10, 44339 Dortmund, Fon 0231/936960-12, Fax 0231/936960-13, s.gasser@lag21.de, www.lag21.de/de/lag_21_nrw_ev/projekte/unep.php

Spenden-Siegel-Bulletin des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen
Das aktuelle Spenden-Siegel-Bulletin des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) liegt nun vor. Die Liste weist zum 1. Juni 2009 nunmehr 249 förderungswürdige Spendenorganisationen des humanitär-karitativen Bereichs aus. Sie unterziehen sich einer jährlichen, intensiven und umfassenden Prüfung durch das unabhängige DZI. Nach erfolgreicher Prüfung wird das Spenden-Siegel zuerkannt. Das Spenden-Siegel-Bulletin ermöglicht übersichtlich auf acht Seiten die schnelle und sichere Auswahl seriöser humanitär-karitativer Spendenorganisationen. Das aktuelle Bulletin sowie alle bisher im „DZI-Spender-Service“ erschienenen Informationstexte und Hinweise zum DZI können im Internet abgerufen werden.

www.dzi.de
www.dzi.de/downloads/spenden-siegel-bulletin.pdf

OECD-Bericht zur Arbeitsmigration
Angesichts der Wirtschaftskrise dürften die OECD-Länder zum ersten Mal seit den 1980-er Jahren einen deutlichen Rückgang der Arbeitsmigration verbuchen. In Irland, Spanien oder Großbritannien sei diese Entwicklung bereits in vollem Gange. Gleichzeitig seien Migranten und ihre Familien in den OECD-Ländern besonders stark von der Krise betroffen. Das geht aus dem Internationalen Migrationsausblick der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor, der Ende Juni 2009 in Paris vorgestellt wurde. In ihrem Migrationsausblick warnt die OECD vor einer Abschottung gegen Migration, wie sie bereits in einigen Ländern aufgrund der Wirtschaftskrise zu beobachten sei. Vielmehr bedürfe es einer bedarfsgerechten, fairen und effektiven Migrations- und Integrationspolitik, die sowohl in wirtschaftlich guten wie in wirtschaftlich schlechten Zeiten funktioniere. Gleichzeitig müsse sichergestellt werden, dass sowohl die Herkunfts- wie auch die Zielländer von Migration profitierten. Der Bericht stellt hierzu eine Road Map vor, die die wesentlichen Aspekte einer sinnvoll ausgestalteten Arbeitsmigration beschreibt. Der Bericht in englischer Sprache sowie eine deutsche Zusammenfassung können im Internet heruntergeladen werden.

www.oecd.org/document/24/0,3343,de_34968570_34968855_38829656_1_1_1_1,00.html

Broschüre „Der Faire Handel in Deutschland“
Das Forum Fairer Handel hat nun einen neuen Leitfaden mit dem Titel „Der Faire Handel in Deutschland“ herausgegeben. Auf 64 Seiten bietet die DIN A 5-Broschüre fundiertes Grundlagenwissen rund um den fairen Handel. Der Leitfaden erläutert, was den fairen Handel ausmacht, wo es fair gehandelte Produkte gibt, wie man diese erkennt und wie der faire Handel im Süden und im Norden wirkt.

Bezug: Forum Fairer Handel e. V., Chausseestr. 128/129, 10115 Berlin, Fon 030/28040908, info@forum-fairer-handel.de

Leitfaden für eine verantwortungsvolle Beschaffung von Holz
Vielerorts existieren Beschaffungsbeschlüsse, die die Verwendung von FSC-zertifiziertem Holz etwa in öffentlichen Bauprojekten fördern. FSC-zertifiziertes Holz ist politisch gewollt, aber findet in der Praxis häufig keine Umsetzung. Die neue Broschüre „Gutes Holz – Leitfaden für eine verantwortungsvolle Beschaffung“ soll die Gestaltung und Ausführung von Ausschreibungen mit FSC-Holz und -Holzprodukten erleichtern. Dafür bietet der Leitfaden Mustertexte, Umsetzungsbeispiele sowie vertiefende Informationen. Der Leitfaden, der von der Arbeitsgruppe Deutschland des Forest Stewardship Council (FSC) herausgegeben wurde, entstand im Rahmen eines vom Bundesamt für Naturschutz geförderten Projektes. Er kann bestellt oder im Internet heruntergeladen werden.

Bezug: FSC Arbeitsgruppe Deutschland e. V., Postfach 5810, 79026 Freiburg, Fon 0761/3865350, Fax 0761/3865379, info@fsc-deutschland.de, www.fsc-deutschland.de/infocenter/docs/info/Projekte/GutesHolz_Leitfaden.pdf

Zweiter Nachhaltigkeitsbericht der Stadt Bonn
Was kann eine Kommune tun, um Nachhaltigkeit in der Entwicklung zu gewährleisten? Welche Folgen können Entscheidungen auf die Zukunft der eigenen Stadt haben? Diese und weitere Fragen versucht die Stadt Bonn in ihrem zweiten Nachhaltigkeitsbericht zu beantworten. Anhand der vier Kapitel „Wohlbefinden“, „Soziale Gerechtigkeit“, „Umweltqualität und Ressourceneffizienz“ und „Wirtschaftliche Effizienz“ werden die wichtigsten Themenfelder zur nachhaltigen Entwicklung in der Stadt Bonn in den Jahren 2005 bis 2007 in prägnanter und strukturierter Form aufgezeigt. Als Messlatte dient dabei ein von der Deutschen Umwelthilfe festgelegtes Indikatorenset aus dem Wettbewerb „Zukunftsfähige Kommune“. Auf dieser Grundlage erschien im Jahr 2006 bereits der erste Bonner Nachhaltigkeitsbericht für den Zeitraum von 2002 bis 2004. Der zweite Bonner Nachhaltigkeitsbericht kann bestellt oder im Internet heruntergeladen werden.

Bezug: Stadt Bonn, Maria Meißner, Amt für Umwelt, Verbraucherschutz und Lokale Agenda, Stadthaus, Berliner Platz 2, Fon 0228/77-5783, Fax 0228/77-3996, maria.meissner@bonn.de, www.bonn.de/umwelt_gesundheit_planen_bauen_wohnen/lokale_agenda/nachhaltigkeitsbericht/index.html?lang=de

Konferenzdokumentation zu nachhaltigen Geldanlagen
Das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume und das Finanzministerium des Landes Schleswig-Holstein informierten am 11. Juni 2009 im Kieler Landeshaus über nachhaltige Geldanlagen. Die gut besuchte Veranstaltung war als Teil der Nachhaltigkeitsstrategie der Landesregierung konzipiert und wurde von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt unterstützt. Die interessanten Vorträge und Präsentationen stehen jetzt im Internet zum Download bereit.

www.schleswig-holstein.de/UmweltLandwirtschaft/DE/NachhaltigeEntwicklungEineWelt/01__NachhaltigeEntwicklung/003__Nachhaltige__Geldanlagen/ein__node.html

Broschüren zum Projekt „Zukunft einkaufen“
Zum Evangelischen Kirchentag in Bremen hat das Team von „Zukunft einkaufen“ ein Paket mit vier Broschüren erstellt, mit denen die Idee des ökofairen Konsums etwa durch Aktionstage verbreitet werden kann. Der Leitfaden „ökofaire Beschaffung“ dient als Instrument, eine nachhaltige Veränderung der Beschaffung voranzutreiben und dauerhaft zu verankern. Es handelt sich um ein kleines, an die Erfordernisse von Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen angepasstes „ökofaires Beschaffungsmanagement“, das jedoch auch für karitative und diakonische Einrichtungen sowie nicht-kirchliche Institutionen einsetzbar ist. Der Leitfaden „Aktion ‚Zukunft einkaufen’ – Vorschläge für eine Aktionswoche ‚Zukunft einkaufen’ in Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen“ bietet Anregungen für die Organisation zur Durchführung von Aktionstagen oder -wochen. Die Broschüre „Klima & Konsum – Aktionsbausteine für die Erwachsenenbildung nicht nur in Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen“ soll Akteuren helfen, Veranstaltungen mit hohem Erinnerungswert und Nachklang durchzuführen. In der Broschüre „Aus der Praxis für die Praxis – Erfahrungen und Anregungen“ werden schließlich erste Ergebnisse und Erfahrungen von 13 Regionen und vier kirchlichen Einrichtungen dokumentiert, die sich bundesweit an der Testphase des Projektes „Zukunft einkaufen“ beteiligt haben. Alle Broschüren stehen im Internet als Download bereit.

www.zukunft-einkaufen.de

Tipps

Mitmachen bei Aktionstagen „Bildung für nachhaltige Entwicklung“
„Bildung für nachhaltige Entwicklung vor Ort erleben“ lautet das Motto der diesjährigen Aktionstage „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ vom 18. bis 27. September 2009. Das Nationalkomitee für die UN-Dekade ruft alle Akteure auf, sich mit einem eigenen Beitrag an den Aktionstagen zu beteiligen. Dabei ist jede Art von Beitrag willkommen, angefangen von einer großen Konferenz über einen Tag der offenen Tür bis hin zu kleineren Veranstaltungen wie etwa einer Forscherwerkstatt für Kinder oder einer Lesung zu Nachhaltigkeitsthemen. Jede Aktion, die sich auf mindestens zwei Teilbereiche der Nachhaltigkeit bezieht und einen Bildungsanspruch hat, ist ein Beitrag zu den Aktionstagen. Die Bereiche der Nachhaltigkeit sind Ökologie, Ökonomie und Soziales. Anmeldung sind noch bis zum 31. Juli 2009 im Internet möglich.

www.bne-portal.de/aktionstage

Auftakt der bundesweiten Aktion „Stadtradeln“
Der Startschuss der bundesweiten Klima-Bündnis-Aktion „Stadtradeln“ ist gefallen. Während einer dreiwöchigen Aktionsphase wird von Juni bis Mitte Oktober in zahlreichen Städten und Gemeinden von der Nordseeküste bis zu den Alpen wieder kräftig in die Pedale getreten. Ziel der Aktion ist es, BürgerInnen für die Vorteile des Radfahrens zu sensibilisieren und die Themen Fahrradnutzung und Radverkehrsförderung verstärkt in die kommunalen Parlamente einzubringen. Interessierte können sich im Internet informieren, ob ihre Kommune bereits angemeldet ist und wie sie mitmachen können. Anmeldungen werden noch bis Anfang September 2009 entgegengenommen. „Stadtradeln“ ist eine nach Nürnberger Vorbild entwickelte Aktion des Klima-Bündnis zur Europäischen Mobilitätswoche, die jährlich vom 16. bis 22. September stattfindet. Der Städtewettbewerb wird vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie vom Umweltbundesamt gefördert und von den Firmen ORTLIEB und PAUL LANGE & CO. unterstützt.

www.stadtradeln.de

„Kasper und der Energieräuber“ auf Deutschland-Tournee
Der „Umweltkasper“ geht 2009 zum vierten Mal mit seinem Stück „Kasper und der Energieräuber“ im Auftrag des Umweltbundesamts auf Tournee durch deutsche Städte und Gemeinden. Die Vermeidung von Leerlaufverlusten, fachgerechte Entsorgung von Energiesparlampen und frühzeitige Erkennung von „Energieräubern“ sind die zentralen Botschaften des bereits in zahlreichen Kommunen erfolgreich aufgeführten Puppentheaters. Denn steigende Energiepreise und Umweltbelastungen erhöhen das öffentliche Interesse an den Möglichkeiten, Energie zu sparen. Das Bewusstsein hierfür zu schärfen und alltagstaugliche Tipps für den Umgang mit Energie zu geben, sind die Ziele der diesjährigen Deutschland-Tournee. Interessierte Städte und Gemeinden können sich um zwei kostenlose Puppentheateraufführungen bewerben.

www.umweltkasper.de

Mitmachen beim „Tag der Energiespar-Rekorde“
Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) ruft Bauherren, Architekten, Planer und Handwerker auf, sich am bundesweiten „Tag der Energiespar-Rekorde“ am 10. Oktober 2009 zu beteiligen. An diesem Aktionstag öffnen landesweit energetisch vorbildlich sanierte Effizienzhäuser ihre Türen. Teilnehmen können Eigentümer besonders energieeffizienter Gebäude. Bei Wohnhäusern gilt für Neubauten der Mindeststandard Effizienzhaus 55, für sanierte Gebäude Effizienzhaus 70. Auch Eigentümer besonders energieeffizienter öffentlicher Gebäude wie zum Beispiel Schulen oder Kindergärten können mitmachen. Dabei können die Gebäude bereits fertiggestellt, in der Sanierung oder noch im Bau sein. Bei kurzen Führungen sollen interessierten BesucherInnen die technischen und baulichen Besonderheiten vorgestellt und in Gesprächen individuelle Fragen beantwortet werden. Die dena unterstützt alle TeilnehmerInnen bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit und präsentiert die Bauprojekte als Best-Practise-Beispiele im Internet und in der dena-Gebäudedatenbank. Anmeldungen sind online bis September möglich.

www.energiespar-rekorde.de

Kampagne von „Deine Stimme gegen Armut“ zur Bundestagswahl
Die vom Bundesverband entwicklungspolitischer Nichtregierungsorganisationen (VENRO) und Herbert Grönemeyer getragene Aktion „Deine Stimme gegen Armut“ hat seine Aktivitäten zur Bundestagswahl gestartet. Der entwicklungspolitische Wahl-O-Mat „Wahlhelfer“ und eine Studie nehmen die entwicklungspolitischen Positionen der einzelnen Parteien unter die Lupe. So können WählerInnen herausfinden, welche VolksvertreterInnen sich auch in der nächsten Amtszeit für die Ärmsten in den Entwicklungsländern stark machen werden. Mit Hilfe des online verfügbaren „Wahlhelfer“ erfahren InternetnutzerInnen über Frage- und Antwortspiele, welche Partei die eigene Meinung am ehesten vertritt. Grundlage für den „Wahlhelfer“ ist die Studie „Sie haben die Wahl!“, die die Wahlprogramme der Parteien durch die entwicklungspolitische Brille betrachtet. Mit der Wahlkampagne ruft die Aktion „Deine Stimme gegen Armut“ die WählerInnen dazu auf, mit den BundestagskandidatInnen ihres Wahlkreises ins Gespräch zu kommen. „Deine Stimme gegen Arbeit“ stellt hierfür zudem einen Aktionsleitfaden mit Musterbriefen, Standardfragen, Kandidatenlisten sowie Aktionsmaterialien zur Verfügung. Alle Aktionen werden im „Stimmensammler“ dokumentiert.

www.deine-stimme-gegen-armut.de
www.deine-stimme-gegen-armut.de/themen/bundestagswahl.html

Hintergrund

Aktionsplan für eine verantwortliche Beschaffung
Das CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung hat einen Aktionsplan für eine verantwortliche Beschaffung vorgelegt. Darin fordern 40 Verbände, darunter kirchliche Institutionen, Gewerkschaften sowie Verbraucher- und Umweltverbände, die Bundesregierung auf, eine zentrale Service-Stelle für eine verantwortliche Beschaffung zu schaffen. Diese sollte sowohl die nötigen sozialen und ökologischen Kriterien für die Beschaffung definieren als auch Daten über Unternehmen zur Verfügung stellen und überprüfen. Die Bundesregierung wird außerdem aufgefordert, bei ihren eigenen Beschaffungen mit gutem Beispiel voranzugehen und bis zum Jahr 2018 generell sozial-ökologische Kriterien anzuwenden. Mit der Umsetzung des vorgelegten Aktionsplans würde Deutschland mit anderen europäischen Ländern gleichziehen, die teilweise seit Jahren an der Umsetzung einer verantwortlichen öffentlichen Beschaffung arbeiteten, so das CorA-Netzwerk. Insbesondere die Niederlande hätten einen großen Vorsprung, da dort eine staatliche Agentur bereits für 80 Produktgruppen sozialökologische Kriterien festgelegt habe und die Verwaltungen vor Ort in vielfältiger Weise unterstütze.

www.cora-netz.de/wp-content/uploads/pm_aktionsplan_final.pdf

Vorbildliches Mobilitätsmanagement in Betrieben und Kommunen
Das Bundesumweltministerium und die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) haben sechs Kommunen und Betriebe ausgezeichnet, die durch innovative Mobilitätsangebote den Personenverkehr an ihrem Standort klimafreundlicher gestalten. Im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs „Best Practice im Mobilitätsmanagement“ wurden vorbildliche Projekte gesucht, mit denen Pkw-Fahrer zum Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel und das Fahrrad sowie zur Bildung von Fahrgemeinschaften motiviert werden. In der Kategorie kommunales Mobilitätsmanagement gewann die bayerische Landeshauptstadt München, die schon seit Jahren ein umfassendes kommunales Mobilitätsmanagement betreibt. Die Maßnahmen reichen vom innovativen Marketing für den öffentlichen Nahverkehr bis zur Mobilitätsberatung speziell für Unternehmen. Den weiten Platz sicherte sich die Stadt Dortmund mit der Verknüpfung von Stadtplanung und Mobilitätsmanagement, der Reduzierung des Individualverkehrs zu und von den Schulen und gezielten Maßnahmen unter anderem für die Beschäftigten der Stadtverwaltungen. Der dritte Platz ging an die Stadt Brühl, die vor allem auf den Verkehrsträger Fahrrad und vielfältige Kommunikations- und Serviceangebote setzt. Sieger in der Kategorie betriebliches Mobilitätsmanagement wurde das Uniklinikum Freiburg unter anderem für seine innovative Parkraumbewirtschaftung, vor der Lincoln GmbH in Walldorf für die Förderung des öffentlichen Nahverkehrs ihrer MitarbeiterInnen sowie der Verwaltung der Region Hannover für ein breites Bündel von Maßnahmen, das vom Jobticket bis zur Fahrradförderung reicht. Der Wettbewerb ist Teil des dena-Aktionsprogramms „effizient mobil“, das vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Klimaschutzinitiative mit 3,8 Mio. Euro gefördert wird. Das Projekt zielt darauf ab, die Emissionen im Verkehrssektor zu reduzieren.

www.effizient-mobil.de/

Beschluss des Landtages Rheinland-Pfalz zur Kinderarbeit
Rheinland-Pfalz will den Erwerb von aus Kinderarbeit stammenden Produkten im öffentlichen Beschaffungswesen künftig vermeiden. Wie die SPD-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag mitteilt, haben die Landtagsabgeordneten am 26. Juni 2009 einstimmig einem entsprechenden Antrag der SPD-Fraktion zugestimmt. Danach sollen im Beschaffungswesen und bei Ausschreibungen des eigenen Geschäftsbereichs zukünftig nur noch Produkte berücksichtigt werden, die ohne ausbeuterische Kinderarbeit im Sinne des Übereinkommens der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) hergestellt wurden oder Produkte, deren Hersteller oder Verkäufer aktive, zielführende Maßnahmen zum Ausstieg aus der ausbeuterischen Kinderarbeit eingeleitet haben. Neben der Selbstverpflichtung habe der Landtag auch die Landesregierung aufgefordert, im Beschaffungswesen und bei Ausschreibungen in ihrem Geschäftsbereich ebenso zu verfahren. Das gelte auch für landeseigene Unternehmen und Gesellschaften und Unternehmen und Gesellschaften, an denen das Land beteiligt ist. Darüber hinaus appelliere der Landtag auch an die Kommunen, sich dieser Initiative im Rahmen ihres Zuständigkeitsbereiches anzuschließen.

www.landtag.rlp.de

Kampagne für kommunalen Klimaschutz in NRW
Die Klima-Allianz NRW hat am 25. Juni 2009 vor dem Düsseldorfer Rathaus ihre neue landesweite Kampagne für kommunalen Klimaschutz gestartet. Unter dem Motto „40 Prozent auf alles!“ fordert das Bündnis aus Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen alle Kommunen in Nordrhein-Westfalen auf, ihre Treibhausgase bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent zu reduzieren und dafür einen entsprechenden Ratsbeschluss zu fassen. Um ihrer Kampagne zum Durchbruch zu verhelfen, sollen alle Mitglieder der Klima-Allianz NRW einen entsprechenden Beschluss in ihrer Kommune als BürgerInnen vor Ort beantragen. Dafür stellt die Klima-Allianz NRW einen Muster-Bürgerantrag bereit, der an den Rat adressiert ist. Nach der bevorstehenden Kommunalwahl müsse sich der neu gewählte Rat dann mit dem Antrag auseinander setzen, so die Klima-Allianz. Mit dieser konkreten Forderung könne Klimaschutz in der Kommune zudem auch als Wahlkampfthema greifabr werden.

www.40-prozent-auf-alles.de

Technologie-Zentrum für Erneuerbare Energien in Bonn
Im Wettbewerb zwischen Deutschland, den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und Österreich um den Sitz der neuen Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) ist eine gemeinsame Lösung gefunden worden. Abu Dhabi wird Sitz der IRENA, Bonn wird Sitz des Innovations- und Technologiezentrums und Wien erhält ein Verbindungsbüro für Kontakte zur UN im Bereich Energie und zu anderen internationalen Institutionen. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel bezeichnete die Dreierlösung als „fairen und sachgerechten Kompromiss“. Auch Bonns Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann begrüßte den auf der Vertragsstaatenkonferenz in Sharm El Sheik gefundene Lösung. Sie hatte dort persönlich für Bonn geworben. Deutschland wird in Bonn vier Mio. Euro für den Aufbau des Innovations- und Technologiezentrums bereitstellen und jährlich zwischen zwei und drei Mio. Euro.

www.irena.org

Europäisches Jahr der Freiwilligentätigkeit
Die Europäische Kommission hat das Jahr 2011 zum „Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit“ ausgerufen. Im Rahmen des Jahres sollen Freiwillige und die entsprechenden Organisationen aus ganz Europa die Möglichkeit erhalten, zusammenzutreffen und sich über bewährte Verfahren in anderen Ländern auszutauschen. Auch können die staatlichen Stellen mehr über Freiwillige erfahren und freiwilliges Engagement erleichtern. Und schließlich sollen die Freiwilligen dank des Europäischen Jahres mehr Anerkennung erhalten. Die Europäische Kommission schlägt vor, sechs Mio. Euro für das Europäische Jahr selbst und weitere zwei Mio. Euro für Vorbereitungen 2010 bereitzustellen. Die vorgeschlagenen Aktivitäten sollen sich auf Kommunikations- und Sensibilisierungsmaßnahmen wie Konferenzen, Seminare, Erfahrungsaustausche und Veröffentlichungen konzentrieren. Der Schwerpunkt wird auf der finanziellen Unterstützung von Projekten mit einem Bezug zu Freiwilligentätigkeiten liegen, die im Rahmen von EU-Aktionsprogrammen wie etwa „Jugend in Aktion“ realisiert werden. Dabei sollen die europäische, nationale, regionale und lokale Ebene einbezogen werden.

http://europa.eu

Rhein-Erft-Kreis gegen Kinderarbeit
Der Kreistag des Rhein-Erft-Kreises hat ein Zeichen zur Verringerung der weltweiten Kinderarbeit gesetzt. Wie die CDU-Fraktion im Kreistag mitteilt, habe der Kreistag einstimmig ihrem Antrag gegen Kinderarbeit zugestimmt. Dem Antrag zufolge sollen bei Baumaßnahmen des Kreises generell keine Materialien mehr eingesetzt werden, die durch Kinderarbeit hergestellt wurden. Die Verwaltung wurde beauftragt, dies bei allen Vergaben im Baubereich zu beachten. Eine Prüfung soll dabei anhand vorhandener Zertifikate und Qualitätssiegel für importierte Materialien wie etwa bei Stein- und Holzprodukten erfolgen.

www.cdu-rhein-erft.de/2009/viewpm.php?PE_ID=1091

Potsdam als Zentrum für Klima- und Nachhaltigkeitsforschung
Potsdam erhält ein weiteres Institut zur Klimaforschung. Am neuen Institut für Klimawandel, Erdsystem und Nachhaltigkeit werden WissenschaftlerInnen aus aller Welt zu Themen wie dem Klimawandel oder dem Umweltschutz arbeiten. Das Institut soll international renommierten Fachleuten besondere Arbeitsbedingungen bieten und einen verstärkten Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft anregen. Konkrete Forschungsfragen sind Auswirkungen des Klimawandels, Emissionsminderung und Anpassung an die Folgen der Klimaveränderungen. Gegründet wurde das Institute for Advanced Climate, Earth System and Sustainability Studies (IASS) von der Bundesregierung und dem Land Brandenburg. Es wird zunächst sieben Jahre lang mit neun Mio. Euro jährlich gefördert. Gründungsdirektor ist der frühere Umweltminister und ehemalige Generaldirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, Klaus Töpfer. In der brandenburgischen Landeshauptstadt gibt es bereits das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung sowie das Deutsche Geoforschungszentrum.

www.bundesregierung.de/nn_1264/Content/DE/Artikel/2009/06/2009-06-30-potsdam-wird-zentrum.html

Pilotprojekt zu Doppelzertifizierung von Forstprodukten
Der Forest Stewardship Council (FSC) und die Fairtrade Labelling Organisation (FLO) haben ein Pilotprojekt gestartet, um Forstprodukte aus der Produktion lokaler Gemeinschaften erkennbar auf dem Weltmarkt zu platzieren und somit Vorteile für die erzeugenden Kleinbauern zu generieren. Ziel des 18-monatigen Versuchsprojektes ist es, existierende Standards an die Erzeuger anzupassen, Produktionskapazität zu bilden, Märkte zu entwickeln und ein erschwingliches Doppelzertifikat-System zu gründen. Dafür erforschten FSC und FLO im Jahr 2007 zunächst die mögliche Rolle von Fairtrade, waldbewirtschaftenden Kommunen einen Marktzugang zu verschaffen. Die Untersuchung bestätigte das Interesse am Markt nach einem glaubwürdigen System, welches Produkte erkennbar macht. Eine anschließende Studie ergab, dass Millionen von im Wald lebenden und vom Wald abhängigen Menschen von solch einer Doppelzertifizierung profitieren würden. Im Rahmen des nun gestarteten Pilotprojektes soll zunächst eine kleine Anzahl von Versorgungsketten aufgebaut und geschaut werden, wie Holzprodukte mit einem Doppelzertifikat auf den Markt zu bringen sind. Anschließend soll geprüft werden, ob ein solches System in die vorhandenen Zertifizierungssysteme von FSC und FLO integriert werden kann.

www.fsc-deutschland.de/newsletter/208/1297/
www.fsc.org/FSC-FLO.html

Organisation direkt

60 Jahre SOS-Kinderdörfer
Die SOS-Kinderdörfer blicken in diesem Jahr auf ihr 60-jähriges Bestehen zurück. Gleichzeitig erinnert das Kinderhilfswerk an ihren 1986 verstorbenen Gründer Hermann Gmeiner, der in diesem Jahr 90 Jahre alt geworden wäre. Den Grundstein für das erste Kinderdorf legte der Österreicher vor 60 Jahren in Imst in Tirol. Sein Konzept: Jedes Kind braucht eine Mutter, Geschwister, ein Haus und ein Dorf. Und die Idee wurde kontinuierlich erweitert. Heute schenken 491 SOS-Kinderdörfer weit mehr als 70.000 elternlosen und allein gelassenen Kindern in 132 Ländern der Erde ein Zuhause. In vielen Kinderdörfern gibt es Kindergärten, Hermann-Gmeiner-Schulen, Ausbildungszentren und medizinische Zentren. Förderprogramme in den Gemeinden sollen verhindern, dass Familien auseinanderbrechen und Kinder in Not geraten. Aus Anlass des Jubiläums haben die SOS-Kinderdörfer erstmalig die SOS-Kunststück-EDITION herausgebracht, die über das Internet erworben werden kann und deren Erlös in die dringend benötigte Renovierung der Jubiläumsdörfer Mexiko-Stadt und Mombasa fließen.

www.sos-kinderdoerfer.de
www.sos-kunststueck.de

Monatshighlight

Stadt Neuss erste Fairtrade-Stadt in Nordrhein-Westfalen
Als zweite Stadt in Deutschland und erste Kommune in Nordrhein-Westfalen hat die Stadt Neuss alle Kriterien der internationalen Kampagne „Fairtrade Towns“ erfüllt und darf sich nun Fairtrade-Stadt nennen. Bei der Überreichung der Urkunde an Bürgermeister Herbert Napp lobte der Geschäftsführer von TransFair e. V., Dieter Overrath, das Engagement der Stadt Neuss für den fairen Handel. So verwendet die Stadt bereits seit 1991 für ihren Eigenbedarf nur fair gehandelte Produkte wie Kaffee und Tee. Als erste Stadt im Bundesgebiet hat sie 2006 zudem die Berücksichtigung der acht Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) in ihrem Vergabewesen verankert, darunter den Ausschluss ausbeuterischer Kinderarbeit. Als erste Stadt in Deutschland hatte die saarländische Landeshauptstadt Saarbücken alle Kriterien der weltweiten Kampagne Fairtrade-Towns erfüllt und sich damit in die Liste der über 600 Fairtrade-Towns in 18 Ländern eingereiht. Seit Januar 2009 können sich deutsche Städte, Gemeinden und Kreise um den Titel bewerben.

www.fairtrade-towns.de/

Stellenbörse

GeschäftsführerIn des Vereins XertifiX e. V.
Der Verein XertifiX e. V. sucht einen Geschäftsführer oder eine Geschäftsführerin für seine Geschäftsstelle in Freiburg. Zu den Aufgaben gehören die Entwicklung von Strategien und Konzepten für den weiteren Ausbau des XertifiX-Siegels, die Vertretung des Vereins nach innen und außen sowie die Personalführung. Über die Koordination mit den Geschäftsstellen in Indien soll zudem die Arbeit mit dem indischen Natursteinsektor vertieft werden. Gesucht wird eine Person mit starken sozialen Engagement und interkultureller Kompetenz, einer überzeugenden und gewinnenden Persönlichkeit, mehrjährigen Erfahrungen und fundierten Kenntnissen im Bereich der internationalen Entwicklungszusammenarbeit im In – und Ausland, Erfahrung in Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie in der Zusammenarbeit mit Politik und Kirche. Erfahrung im südasiatischen Kulturkreis, englische Sprachkenntnisse und die Bereitschaft zu Reisen nach Indien runden das Profil ab. Die Teilzeitstelle (50 Prozent) ist zunächst auf zwei Jahre befristet. Die Dotierung richtet sich nach dem TVÖD, wobei die Stelle mit 14/4 ausgewiesen ist. Bewerbungsschluss ist der 15. August 2009.

Bewerbung: XertifiX e. V., Benjamin Pütter (Vorstand), Vaubanallee 20, 79100 Freiburg, Fon 0761/ 401 96 06, info@xertifix.de, www.XertifiX.de

Deutlicher Anstieg der Zugriffe auf Online-Stellenmarkt des AKLHÜ
Seit Anfang dieses Jahres präsentiert sich die Stellendatenbank des Arbeitskreises Lernen und Helfen in Übersee e. V. (AKLHÜ) übersichtlicher und nutzerfreundlicher als früher. Im Menü des Internetportals wurden etwa ein Stellenmarkt für Fachkräfte und ein Stellenmarkt für Freiwillige separat ausgewiesen. Für Anbieterorganisationen wurde insbesondere die Eingabe und Überarbeitung des Organisationsprofils und der Stellen vereinfacht. Wie der AKLHÜ nun mitteilt, seien die Besuche im Online-Stellenmarkt im ersten Halbjahr 2009 auf durchschnittlich 2.000 pro Tag gestiegen. Insgesamt hätten die BesucherInnen mehr als 600.000 Mal auf Stellenangebote zugegriffen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspreche das einem Zuwachs von mehr als 30 Prozent. Aktuell seien etwa 500 Angebote im Stellenmarkt für Fachkräfte und über 600 Angebote im Stellenmarkt für Freiwillige eingestellt.

www.entwicklungsdienst.de/stellendatenbank.html?&no_cache=1

Wettbewerbe

Einsendeschluss 31.07.2009

Deutscher Nachhaltigkeitspreis 2009
Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis prämiert Unternehmen, Produkte und Marken, die vorbildlich wirtschaftlichen Erfolg mit sozialer Verantwortung und Schonung der Umwelt verbinden. Sonderpreise zeichnen Persönlichkeiten aus, die national oder international in herausragender Weise den Gedanken einer zukunftsfähigen Gesellschaft fördern. Um den Preis können sich Unternehmen jeder Größe, die in Deutschland Produkte oder Dienstleistungen anbieten, als Firmeneinheit oder mit einzelnen, besonders nachhaltigen Produkten bewerben. Das Nachhaltigkeitsprofil der Teilnehmer wird dabei über einen detaillierten Online-Fragebogen erhoben. Neu ist in diesem Jahr ein Sonderpreis für Deutschlands recyclingpapierfreundlichstes Unternehmen. Außerdem wird erstmals ein Sonderpreis für Social Entrepreneurship vergeben, dessen Pate der Rat für Nachhaltige Entwicklung ist. Die Preisträger werden am 6. November 2009 in Düsseldorf ausgezeichnet.

www.deutscher-nachhaltigkeitspreis.de

Einsendeschluss 31.07.2009

Kreativwettbewerb für Erneuerbare Energien (IDEE)
Im Rahmen des Kreativwettbewerbs für Erneuerbare Energien (IDEE) werden Kampagnenideen gesucht, die das Thema der erneuerbaren Energien wirksam vermitteln und zum Umdenken anregen. Dabei dürfen alle Beiträge eingereicht werden, die sich als Elemente für Kampagnen zu erneuerbaren Energien eignen. Das umfasst sämtliche Formate – von Texten, Plakatmotiven oder Videoclips bis hin zu Projektideen oder Vorschlägen für Aktionen und Events. Die drei besten Kampagnenideen erhalten eine Prämie von jeweils 1.000 Euro. Unter allen Teilnehmern werden außerdem fünf Fahrten mit dem Elektro-Sportwagen Tesla verlost.

www.unendlich-viel-energie.de/idee

Einsendeschluss 30.09.2009

Joseph Schmitt-Preis zur internationalen Jugendarbeit
Der Internationale Bauorden verleiht den Joseph Schmitt-Preis für deutschsprachige Examensarbeiten in den Bereichen Internationale Jugendarbeit, Internationale Freiwilligendienste, Jugendreisen sowie Jugend und Europa. Mit dem Preis sollen insbesondere Arbeiten ausgezeichnet werden, die neue Perspektiven für die Internationale Jugendarbeit und Freiwilligenarbeit eröffnen, Beispiele gelungenen Austauschs und internationaler Begegnung darstellen und reflektieren, Anregungen für die Weiterentwicklung der Arbeit in den Bereichen Internationale Jugendarbeit, Internationale Freiwilligendienste, Jugendreisen, Jugend und Europa geben sowie einen Beitrag zur Verknüpfung von wissenschaftlicher Theorie und Praxis leisten. Eingereicht werden können Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen. Neben Arbeiten mit pädagogischen Themen sind auch Fragestellungen etwa aus den Bereichen Finanzierung oder Öffentlichkeitsarbeit möglich. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert.

www.joseph-schmitt-preis.de

Einen Welt/InWEnt gGmbH
Friedrich-Ebert-Allee 40, 53113 Bonn
Fon 0228/4460-1632 | Fax 0228/4460-1601
info@service-eine-welt.de

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